Gerhard Schubert GmbH Verpackungsmaschinen

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10.10.2016 Bioplastics Award 2016: Finalisten veröffentlicht

Die internationale Fachzeitschrift bioplastics MAGAZINE präsentiert den elften "Bioplastics Oskar". Fünf Juroren aus Hochschule, Presse und Verbänden aus Amerika, Europa und Asien haben aus einer großen Reihe von Vorschlägen die fünf Finalisten für den international einzigartigen Bioplastics Award ausgewählt.
Der Preis zeichnet Unternehmen aus, die durch innovative Ideen, Produkte oder Serviceleistungen hervorstechen und für den Einsatz von Biokunststoffen besipielhaft sind. Die Produkte mussten in 2015 oder 2016 entwickelt oder in den Markt eingeführt worden sein.

Der Preis wird am 29. November anlässlich der 11. European Bioplastics Conference in Berlin verliehen. Die fünf nominierten Unternehmen / Produkte sind (ohne Rangfolge):

Far Eastern New Century (Taiwan)
Das weltweit erste T-Shirt aus 100% biobasiertem Polyester (PET)

Far Eastern New Century (FENC) Corp. aus Taiwan stellte kürzlich das weltweit erste T-Shirt aus 100 % bio-polyester vor, nachdem Coca-Cola bereits im letzten Jahr zur Expo in Mailand die weltweit erste 100 % Bio-PET Getränkeflasche präsentiert hatte. Das innovative Bio-Polyester T-Shirt ist ein umweltfreundliches Produkt, denn es erlaubt Kohlendioxid Emissionen um 40 % zu reduzieren. Die 100 % Bio Polyester Shirts erfüllen somit nicht nur Ziele zur Reduktion des "Carbon Footprint" und weiterer Umweltschutzziele, sondern bieten die gleichen Eigenschaften, die man auch von konventionellem Polyester erwartet.

Der Einsatz des 100 % biobasierten PET Kunststoffs für textile Anwendungen zeigt das erhebliche Potenzial für eine Veränderung in der Textilindustrie hin zu nachhaltigeren Biomaterialien.

Die nach dem aktuellen Stand der Technik produzierten Hemden werden in einem 9-stufigen Herstellprozess komplett aus pflanzenbasiertem Material hergestellt. Ausgehend von Virent’s BioFormPX® Paraxylene, erzeugte FENC zunächst 100 % Bio-PTA und schließlich 100 % Bio-PET Material, POY und DTY Garne, die anschließend gewoben, gefärbt und schließlich zu den endgültigen T-Shirts vernäht wurden. Das Bio-Polyester T-Shirt illustriert die Fähigkeiten des Unternehmens FENC hinsichtlich Bio Materialien (über Bio PET Flaschen hinaus), sowie die gesteckten Ziele biobasierte Kunststoffmaterialien zu höheren Bioanteilen und weiteren Anwendungsgebieten zu führen.
www.fenc.com

Rodenburg und Mars (Niederlande)
Schokoriegel-Verpackung aus stärkebasierter Folie (Abfall-Strärke aus der Kartoffelindustrie)

Im Jahr 2010 hatte Mars Chocolate Europe und Eurasia die Vision zu einem biobasierten Verpackungsmaterial für seine Mars und Snickers Produkte zu wechseln, das keinen höheren "Carbon Footprint" als existierende Verpackungen aufweisen sollte. Mars wollte sicher gehen, dass bei entsprechenden Mengen (economy-of-scale) ein bezahlbares Material zur Verfügung stehen würde. Die Biokunststoff-Type, nach der Mars suchte, war auf dem Markt jedoch nicht verfügbar. "Der Fokus lag auf einem Verpackungsmaterial, das nachhaltig aus einem Rohstoff der zweiten Generation hergestellt werden sollte," wie Thijs Rodenburg, CEO von Rodenburg Biopolymers erklärte.

"Eine biologische Abbaubarkeit der Verpackung war für Mars nur ein weniger wichtiger Nebeneffekt, da das Unternehmen besorgt war, die Endverbraucher könnten die biologische Abbaubarkeit missverstehen; Mars wollte nicht, dass die Verbraucher angeregt würden, die Verpackung unachtsam zu entsorgen."

Das stärkebasierte Verpackungsmaterial besteht hauptsächlich aus überschüssiger Stärke, die in der industriellen Kartoffelverarbeitung gewonnen wird, also nicht mit Nahrungsmitteln im Wettbewerb steht, und etwas PLA. Taghleef produzierte die Folie auf einer existierenden BOPP-Anlage, während Mondi für die Bedruckung verantwortlich war.

Schokolade gehört nicht gerade zu den am einfachsten verpackbaren Produkten, wenn es um Aspekte wie Geruch, Geschmackserhaltung etc. geht, sagt Rodenburg, aber dieses neue stärkebasierte Verpackungsmaterial erfüllt alle diesbezüglichen Anforderungen bestens.

www.biopolymers.nl
www.mars.com


BASF (Deutschland)
Neuer kompostierbarer Partikelschaum

ecovio® EA Schaum ist zum größten Teil biobasiert (>70%). Hergestellt aus BASF’s biologisch abbaubaren Polyester ecoflex® und PLA, ist es der erste expandierte, geschlossenzellige Partikelschaum der als Drop-in Lösung für Kunden gedacht ist, die expandiertes Polystyrol (EPS) und expandiertes Polypropylen (EPP) einsetzen. In einem innovativen, kontinuierlichen Extrusionsprozess wird das ecovio EA Polymer mit dem Treibgas Pentan aufgeladen. Auf diese Weise entstehen expandierbare Kügelchen mit einer Lagerfähigkeit von mehr als einem Jahr, ohne jeglichen Qualitätsverlust. Zu den Hauptvorteilen für den Verarbeiter gehören geringere Transportkosten, längere Lagerzeiten, geringere benötigte Lagerfläche. Der wichtigste ist jedoch die Verarbeitbarkeit auf existierenden Standardmaschinen. Darüber hinaus bietet ecovio EA die volle Flexibilität hinsichtlich der Dichte und der Komplexität in der Formgebung der herzustellenden Teile.

ecovio EA Schaum bietet bessere thermische und chemische Beständigkeiten als EPS sowie eine gute Energieabsorption im Falle stärkerer Stoßbelastung. So ist das Material besonders gut geeignet für Transportverpackungen für schwere, hochwertige oder empfindliche Güter. Die Schaumanwendung kann darüber hinaus aufgrund der guten thermischen Isolationswirkung auf den Bereich der Lebensmittelverpackung ausgedehnt werden.

ecovio EA ist hoch beständig unter normalen Umwelteinflüssen, wird aber unter industriellen Kompostierbedingungen sehr schnell innerhalb von fünf Wochen abgebaut. Vor einer Kompostierung kann das Schaummaterial aber auch in entsprechenden Recyclingsprozessen aufbereitet werden. Der hohe biobasierte Anteil und die zertifizierte Kompostierbarkeit machen das neue Material besonders attraktiv wo immer eine erdölbasierte Verpackungslösung die Anforderungen der Kunden an eine biobasierte und biologisch abbaubare Verpackung nicht mehr erfüllt.

Corbion, Global Bio-Polymers and Maxrich (Niederlande/Thailand)
Wurzelschutz-Containe für Kautschuk-Bäume

Naturkautschuk ist ein landwirtschaftliches Schlüsselprodukt in Thailand. Derzeit werden Kautschukbäume oberirdisch in Gärtnereien oder Baumschulen in Polyethylen (PE) Folienbeuteln oder konischen Polypropylen (PP) Behältern herangezogen. Diese Container erlauben es den Wurzeln in einem Behältnis zu wachsen, sodass der Farmer die Setzlinge leicht transportieren und einpflanzen kann. Wenn dann die größeren Bäume ausgepflanzt werden, kann das Entfernen der Beutel oder Behälter das Wurzelsystem beschädigen.

Der auf Corbion Purac's PLA und anderen Biopolymeren basierende Biokunststoff Container bietet eine Alternative zu den existierenden PE-Beuteln/PP Behältern. Der Biokunststoff-Container bietet die Vorteile eines gerichteten Wurzelwachstums (für eine längere Lebensdauer der Bäume und einen höheren ökonomischen Wert eines jeden Baumes) kombiniert mit der biologischen Abbaubarkeit (keine Notwendigkeit den Container abzuschneiden was zu einer Beschädigung der Wurzeln führen könnte).

Die biologisch abbaubaren Container eliminieren das derzeitige "Littering" achtlos weggeworfener, nicht abbaubarer Kunststoffbeutel bzw. Behälter. Der Biokunststoff-Compound ist angepasst auf die klimatischen Bedingungen sowie die Bedürfnisse sowohl in den Gärtnereien als auch den Baumschulen in unterschiedlichen geographischen Regionen in Thailand. Das PLA wird aus lokal in Thailand angebautem Zuckerrohr produziert.

Kun Chalermkiatkul, (Corbion Purac Thailand): "PLA Biokunststoffe sind aufgrund ihrer technischen Eigenschaften und ihrer biologischen Abbaubarkeit das perfekte Material für die Wurzelcontainer der Kautschukbäume. Die Tatsache dass sie aus lokalen Rohstoffen aus Thailand produziert werden macht das Projekt umso interessanter. Kopieren ist stolz die geobasierte Kreislaufwirtschaft in Thailand auf diese Weise zu unterstützen".
www.corbion.com

Treeson Spring Water (USA)
Erneuerbare und rezyklierbare Wasserflasche - ein ganzheitliches Konzept

Treeson Spring Water wurde geschaffen, um eine nachhaltige Alternative zu den Plastikwasserflaschen zu schaffen, die jedes Jahr in Milliarden Stückzahlen verkauft werden und von denen viele (zumindest in den USA) un-recycelt auf Mülldeponien landen.

Treeson’s Mission Ist es, ein 100 % natürliches, nachhaltiges Produkt, System und eine Technologie zu schaffen, welche das Umweltbewusstsein der Bevölkerung stärken und die Leute in die Lage versetzen soll, eine Auswahl zu treffen, die unseren Planeten schützt und erhält.

Weniger als 30 % der Getränkeflaschen werden in den USA heute recycelt. Was nicht recycelt wird, landet auf Deponien oder wird gar nach Übersee verschickt. Treeson’s Philosophie ist es, ihre Flaschen nach Gebrauch zurückzunehmen und in saubere Energie umzuwandeln. "Unser Rücksendeprogramm ist für unsere Kunden kostenlos und es unterstützt die älteste Regierungsinstitution der Vereinigten Staaten, den USPS (United States Postal Service), die Organisation mit der grünsten Flotte auf den Straßen," sagt Carlton Solle, Gründer von Treeson Spring Water. "Werft eure Flaschen einfach in den Briefkasten und wir übernehmen den Rest."

Auch wenn es im ersten Moment einfältig klingt, so müssen leere Flaschen ja ohnehin zu einer Recyclingfabrik transportiert werden. Und da macht es keinen großen Unterschied ob in großen LKWs viel Luft transportiert wird, oder ob die Flaschen einzelnen in den freien Lücken eines Postautos transportiert werden, welches ohnehin fährt. Die ausgeklügelte Geometrie der Flaschen erlaubt es, diese besonders leicht flachzulegen, was den Postversand erleichtert.

Die Flaschen bestehen aus einer PLA-Mixtur, die Carlton Zusammen mit einem Hersteller entwickelt hat. Sie ist 100% ungiftig und zertifiziert GM-frei. Die Etiketten bestehen aus 100 % recyceltem Material und sind komplett umweltfreundlich.
www.treesonspringwater.com

www.bioplasticsmagazine.comwww.bioplasticsmagazine.com

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