Gerhard Schubert GmbH Verpackungsmaschinen

News drucken

Zurück zur Übersicht


10.07.2017 Öko-Test: Erneut Mineralöl-Spuren in Schokolade gefunden

Zum wiederholten Male wurden Teile von Mineralöl in Schokolade gefunden. Das Magazin Öko-Test untersuchte anlässlich der ersten chinesischen Aldi-Filiale Schokoladen auf Bestandteile, die nichts dort verloren haben. Von 40 untersuchten Tafeln war lediglich ein einziges Testobjekt nicht belastet. Alle anderen wiesen leichte bis erhebliche Belastungen auf.

Egal ob Zartbitter, Vollmilch oder mit Nüssen: In allen 40 getesteten Schokoladen konnten die Experten von Öko-Test gesättigte Mineralöle (MOSH) und in vielen Tafeln auch aromatische Mineralöle (MOAH) nachweisen. Dabei war hochpreisige Bio-Schokolade ebenso betroffen wie günstige Schokolade aus dem Discounter. Beide Stoffgruppen können durch direkten Kontakt oder durch die Luft in Lebensmittel migrieren. Welche Auswirkungen die einzelnen Mineralöl-Verbindungen in den getesteten Schokoladen für die menschliche Gesundheit haben, ist unklar.

MOSH steht für "Mineral Oil Saturated Hydrocarbons", also Mineralöl gesättigte Kohlenwasserstoffe, die sich in Fettzellen, in Lymphdrüsen, sowie in Milz und Leber einlagern und besonders langsam wieder abgebaut werden. Sie stehen im Verdacht, Entzündungen und Schäden in Organen zu verursachen. POSH steht für "Polyolefin Oligomeric Saturated Hydrocarbons" und bezeichnet gesättigte Kohlenwasserstoffe, die aus Verpackungen in Lebensmittel migrieren können. Laut dem BfR ist es unklar, ob POSH toxisch ist. MOSH und POSH sind sich in ihrer Struktur so ähnlich, dass man sie im Labor kaum auseinanderhalten kann. Fest steht: In Lebensmittel gehören sie kaum. Trotzdem werden sie immer wieder in verschiedenen Lebensmitteln nachgewiesen.

Doch wie kommt Mineralöl in Schokolade? Hier gibt es mehrere Möglichkeiten. Speziell bei POSH wird eine Migration von der Verpackung in das Lebensmittel vermutet. In der Kritik stehen auch Recycling-Kartons. In der Vergangenheit wurden oft Farben mit Ölbestandteile verwendet; diese finden sich nun in der recycelten Verpackung wieder und können offensichtlich in die Schokolade migrieren. Neben der Verpackung gibt es andere Wege, wie Schokolade mit Öl in Kontakt kommen könnte: zum Beispiel bei der maschinellen Ernte und Verarbeitung der Kakaobohnen oder während des Transports. Häufig wird die Rohware in Jute- oder Sisalsäcken transportiert, die mit Batching-Ölen imprägniert wurden, die aus Mineralöl hergestellt werden

www.oekotest.dewww.oekotest.de

< News 234/1387 >