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23.03.2018 MULTIVAC: Blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2017 zurück und ist weiter auf Wachstumskurs

Im Rahmen eines Pressefrühstücks auf der Anuga FoodTec in Köln blickte MULTIVAC auf ein erfolgreiches Jahr 2017 zurück und präsentierte die strategischen Weichenstellungen für 2018, die auch einen Maßnahmenkatalog zur Unterstützung der Kunststoffstrategie der EU beinhalten.

Vor mehr als 50 Journalisten aus dem In- und Ausland gab der geschäftsführende Direktor und CEO Hans-Joachim Boekstegers einen Überblick über das vergangene Geschäftsjahr – und einen Ausblick darauf, was in den kommenden Monaten von MULTIVAC zu erwarten ist.

Ende 2017 lag die Mitarbeiterzahl bei rund 5.300 Beschäftigten weltweit, der Umsatz erreichte nahezu die 1-Milliarden-Euro-Marke. Aktuell liegt der Auftragseingang über dem des Jahres 2017, für 2018 erwartet Hans-Joachim Boekstegers "trotz zahlreicher Risiken und Herausforderungen ein Umsatzwachstum von mehr als zehn Prozent." Für den US-amerikanischen Markt wagt Hans-Joachim Boekstegers aufgrund der "America first"-Strategie der jetzigen Regierung mit den gerade in Kraft getretenen Importzöllen jedoch keine verlässliche Prognose. Abzuwarten bleibt auch, wie sich die entsprechenden Reaktionen insbesondere aus China und der EU auf die globale Wirtschaft und den Handel auswirken. "Und auch bei uns in Europa bleibt es spannend, denn der Brexit wie auch die politischen Unwägbarkeiten in Polen, Italien und der Türkei beeinflussen ebenso wie die volatilen Rohöl- und Rohstoffpreise nach wie vor das Investitionsklima in Europa."

Ausbau von Vertrieb und Produktion
Insgesamt sieht Hans-Joachim Boekstegers die MULTIVAC Unternehmensgruppe gut gerüstet für die Herausforderungen der Zukunft. Denn Positives ist auch aus der Vertriebsorganisation und von den Produktionsstandorten zu berichten. So gründete MULTIVAC im vergangenen Jahr eigene Vertriebs-und Servicestützpunkte in Taiwan, in der Mongolei und in Mazedonien. Am Standort Wolfertschwenden entstehen gerade eine weitere Fertigungshalle sowie ein Slicer-Anwendungszentrum. In den USA ging eine neue Fabrik in Betrieb, in Bulgarien die neue Produktionsstätte. Ebenso wurden die Kapazitäten in Lechaschau sowie bei MULTIVAC Marking & Inspection in Enger erweitert. Auch für die Zukunft kündigte der CEO weitere Investitionen an: "Wir werden konsequent den Ausbau unserer Vertriebs- und Produktionsstandorte vorantreiben und an der Erweiterung unseres Produktportfolios arbeiten."

Ganzheitliche Lösungen aus einer Hand
Die Zukunftsstrategie "Better Packaging and Processing" bildet für MULTIVAC dabei den Rahmen – und schafft für Kunden erheblichen Mehrwert. Denn durch die Ausweitung des Portfolios hinsichtlich vor- wie auch nachgelagerter Prozessschritte und dank der umfassenden Linien- und Automatisierungskompetenz ist der Verpackungsspezialist nunmehr in der Lage, ganzheitliche, integrierte Lösungen vom Portionieren und Slicen über das Verpacken bis zum End-of-Line-Bereich aus einer Hand anzubieten.

Deutliche Akzente im Markt konnte die Unternehmensgruppe im vergangenen Jahr insbesondere durch Akquisitionen im Bereich Portionieren und Slicen setzen. Dies gilt auch für die MULTIVAC X-line, die mit dem International FoodTec Award 2018 in Gold ausgezeichnet wurde. "Auf der Anuga FoodTec stellen wir mit dieser neuen Generation an Tiefziehverpackungsmaschinen unsere Kompetenz im Bereich Digitalisierung und Industrie 4.0 unter Beweis", bekräftigte Hans-Joachim Boekstegers.

Neben kompletten Linien, in die die eigenen Portioniersysteme beziehungsweise Slicer integriert sind, präsentiert MULTIVAC auf der Anuga FoodTec ein komplettes Produktprogramm für die Herstellung hochwertiger Vakuum-Skin-Verpackungen mit MultifreshTM. Gezeigt wird dieses Verfahren exemplarisch an einem Hochleistungs-Traysealer T 800 sowie an einer Tiefziehverpackungsmaschine R 105 MF. Auf beiden Maschinen werden MultiFreshTM-Folien verarbeitet, die MULTIVAC gemeinsam mit führenden Folienherstellern entwickelt hat.

Zu den Messe-Highlights zählt darüber hinaus auch eine Etikettierlösung für die D-Etikettierung von Packungen, die unter der Bezeichnung "Full-Wrap-Labelling" vermarktet wird. Hierbei wird die Packung ähnlich wie von einer Banderole oder einem Sleeve vollständig vom Etikett umschlossen, woraus vielfältige Möglichkeiten hinsichtlich der Gestaltung unterschiedlicher Packungen und zur Erhöhung der Attraktivität am POS resultieren.

Klares Statement zur EU-Kunststoffstrategie
Eine klare Position bezog Hans-Joachim Boekstegers zur Kunststoffstrategie der EU. Ein Drittel des kunststoffbasierten Verpackungsabfalls landet unkontrolliert in der Umwelt und größtenteils in den Ozeanen und auch künftig muss mit einem Anstieg der Packmittelproduktion gerechnet werden. "Daher ist unserer Überzeugung nach ein hohes Engagement und Verantwortungsbewusstsein nicht nur von der Kunststoffindustrie, sondern von allen Teilnehmern der Prozesskette gefordert – also von Herstellern, Produzenten und Verpackern ebenso wie von Maschinen- und Folienherstellern sowie dem Handel und letztendlich den Konsumenten."

MULTIVAC verfolgt dazu bereits seit vielen Jahren aktiv mehrere Ansatzpunkte und stellt auch in Köln innovative Konzepte vor, die zur Implementierung der Kunststoffstrategie beitragen. Zum einen sind die Verpackungsmaschinen hinsichtlich ihrer Technik und Ausstattungsoptionen so ausgelegt, dass sie unterschiedlichste, auch faser-basierte Packstoffe wie Papier oder Karton verarbeiten können. Ein weiterer Ansatzpunkt ist die konsequente Reduzierung des Packstoffverbrauchs bei der Packungsherstellung, die einerseits durch die Ausstattung der Verpackungsmaschinen mit unterschiedlichen Optionen erzielt werden kann, andererseits durch ein entsprechendes Packungsdesign, wie beispielsweise durch die Vermeidung von überdimensionierten Verpackungen. Drittens arbeitet MULTIVAC gemeinsam mit der Packstoffindustrie an der Entwicklung alternativer Packstoffe sowie an neuen Verpackungskonzepten beispielsweise unter Verwendung von Monomaterialien oder auch Materialien aus sogenannten Biopolymeren, um damit die Einhaltung der geforderten Recyclingquoten zu unterstützen. Hans-Joachim Boekstegers gibt hierbei jedoch zu bedenken, dass die Schutzeigenschaften dieser Werkstoffe aus heutiger Sicht nicht mit denen der konventionellen Materialien gleichzusetzen sind, woraus bei bestimmten Anwendungen negative Effekte auf die Haltbarkeit der verpackten Produkte entstehen könnten.

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