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17.06.2011 IGORA: Strebt 100 % Alurecycling an

100 % Alurecycling ist die strategische Ausrichtung der nationalen Recyclingorganisation IGORA-Genossenschaft für das Aluminium-Recycling. Um das hochgesteckte Ziel zu erreichen, muss sie weiter hart arbeiten, ihre Dienstleistungen verstärken und vermehrt auf Social Media und junge Alusammler setzen.

Aluverpackungen werden in der Schweiz bereits kräftig gesammelt: von 10 leer getrunkenen Aludosen landen mehr als 9 im Recycling. Bei Tiernahrungsschalen sind es 80 Prozent und bei den Tuben für Senf, Mayonnaise und sonstige Pasten 60 Prozent. Für die noch fehlenden Prozente lanciert IGORA zur Stärkung des Sammelsystems verschiedenste Massnahmen. Heute werden Aluverpackungen in Containern von rund 2700 Gemeinden und Städten gesammelt sowie in Tausenden von Sammelbehältern für Aludosen, die an konsumintensiven Standorten platziert sind. Der vorgezogene Recyclingbeitrag von einem Rappen auf allen Aluverpackungen finanziert die Sammelinfrastrukturen, die Vergütungen an Sammler und Gemeinden/Städte sowie den Sortiertaufwand in Recyclingbetrieben und die Aufklärungsaktivitäten.

Interaktiver Dialog
Für eine Schweiz mit 100 % Alurecycling intensiviert IGORA das Beziehungsnetz mit den kommunalen Behörden, mit Betreibern von privaten Sammelstellen sowie mit den Recyclingbetrieben und Sortierzentren. Mit dem vor zwei Jahren – zum 20-jährigen Jubiläum – lancierten Ideenwettbewerb „igoraideen.ch“ ruft sie zudem die ganze Bevölkerung auf, bei der Gestaltung einer Schweiz mit 100 % Alurecycling mitzuwirken. Zur neuesten Ausschreibung gingen annähernd 1000 Vorschläge ein. Die hoch dotierte Fachjury aus den Bereichen Bildung, Wirtschaft, Politik und Verwaltung unter der Leitung von Prof. Dr. Peter J. Uggowitzer der ETH Zürich überzeugten zwei Projekte aus dem Bereich Social Media, die als neue Sieger aus dem Ideenwettbewerb hervorgingen.

Markus Tavernier, Geschäftsführer der IGORA: «Mit der Wahl der Jury decken wir den Anspruch auf mehr Recyclinginformationen für das junge Publikum vollumfänglich ab. Eine kürzlich durch das Marktforschungsinstitut der Schweiz, die GfK Switzerland AG, durchgeführte Recyclingstudie brachte hervor, dass es vor allem bei den Jungen mit dem Sammeln und Recycling etwas hapert. Diese Lücke schliessen wir mit den zwei eingereichten Projekten im Bereich Social Media.» Die Förderung der Social-Media-Kompetenz wird deshalb ein zentraler Erfolgsfaktor in der Zukunft des Alurecyclings sein.

Umsetzbare Ideen mit starken Motivationselementen
Sieger des Ideenwettbewerbs ist der Student für Wirtschaftschemie an der Uni Zürich, Hans Winkler aus Frick AG. In seinem Konzeptvorschlag „Schweiz mach mit!“ will er ein Projekt mit einer Sammelzielquote starten, das bei Erfüllen Belohnungen von der IGORA für die gesamte Bevölkerung in Aussicht stellt und Desinteresse, Faulheit und Motivationsmangel fürs Alurecycling drosselt. Die Botschaften unter Einbezug der bereits bestehenden Wettbewerbe und Dienstleistungen der IGORA sollen dazu mit einer Facebook-Plattform einer breiteren und vor allem jüngeren Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Der Zweitplatzierte, Urs Sloksnath aus Oberrieden ZH, ist Fernsehjournalist beim Schweizer Fernsehen und begeisterte mit seinem Video-Vorschlag „My Tube – you Tube“ mit dem er auf der Video-Plattform „You Tube“ ausgefeilte, raffinierte und auch lustige Techniken darstellen wird, wie Alutuben bis zum letzten Rest ausgedrückt und auch problemlos gesammelt und recycelt werden können.

www.igora.ch

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