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09.02.2018 Ceresana: Studie zum europäischen Markt für Kunststofffolien

Da China seit Anfang 2018 einen Importstopp für europäische Kunststoffabfälle verhängt hat, müssen die Europäer nun dringend andere Lösungen finden. Die EU-Kommission prüft zum Beispiel die Einführung einer „Plastiksteuer“. Eine EU-Richtlinie gegen Einweg-Kunststofftüten hat bereits in vielen Ländern zu einer Reduktion des Verbrauchs beigetragen. Bis 2030 sollen in der EU alle Verpackungen wiederverwertbar und aus rezyklierbaren Materialien hergestellt sein.
Ceresana hat den europäischen Markt für Kunststofffolien untersucht. Dazu zählen Kunststofftüten und -säcke, aber auch Verpackungsfolien, Schrumpf- und Dehnfolien, Agrarfolien sowie sonstige Folien, zum Beispiel Baufolien. Diese Studie behandelt sowohl Folien aus Polyethylen, Polypropylen, PET und PVC als auch aus sonstigen Kunststoffen (als Aggregat). Über den Bedarf brauchen sich die Hersteller keine Sorgen zu machen: Die Analysten von Ceresana erwarten, dass der Markt für Kunststofffolien in Europa bis zum Jahr 2024 auf rund 14 Millionen Tonnen anwachsen wird.

Hauchdünne High-Tech-Produkte
Verpackungen sollen leicht und praktisch sein, ansprechend und mikrowellengängig; sie sollen den Inhalt gut erkennen lassen und dafür sorgen, dass die Ware möglichst lange haltbar und geschmacksintensiv bleibt. Entsprechend hoch ist der Druck auf Folien-Hersteller, den immer weiter steigenden Ansprüchen in Bezug auf Optik, Handhabbarkeit, Barriere-Eigenschaften sowie Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit gerecht zu werden. Nicht nur für flexible Verpackungsfolien, auch für Beutel & Säcke, Schrumpf- & Dehnfolien, Agrarfolien und sonstige Folien steigen die Anforderungen. Bei der Abgrenzung von Folien, Bögen und Platten gibt es einen fließenden Übergang von hauchdünnen Folien hin zu dicken und starren Platten. Der Fokus der vorliegenden Studie liegt auf flexiblen Folien. Nicht betrachtet werden hier Platten und Bögen, die z.B. bei der Herstellung von starren Verpackungen wie Boxen, Schachteln und Kisten verwendet werden. Ebenfalls nicht behandelt werden starre Tafeln und Platten für Bau- und Industrieanwendungen.

Komplexes Gefüge von Faktoren bestimmt den Markt
Neben den Trends des Konsumgüter-Marktes beeinflusst noch eine Vielzahl weiterer Faktoren die Nachfrage nach Kunststofffolien in den verschiedenen nationalen Märkten. Insbesondere in den EU-Ländern wird beispielsweise versucht, den Verbrauch von Einweg-Tragetaschen einzudämmen. Die Umsetzung der entsprechenden Vorschriften unterscheidet sich jedoch stark von Land zu Land. Die Nachfrage nach Sekundär- und Transportverpackungen wie Schrumpf- und Dehnfolien hängt dagegen von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und dem Konsumklima des jeweiligen Landes ab. In einigen Ländern steigern Bemühungen zur Intensivierung der Landwirtschaft den Einsatz von Agrarfolien. Der Verbrauch von Baufolien entspricht der Auftragslage der jeweiligen Bauindustrie. Diese Faktoren werden jeweils einzeln in den jeweiligen Länderprofilen (Kapitel 1.2 bis 1.27) analysiert.

BOPET und BOPP halten frisch
Der Kunststoff BOPET (biaxial orientiertes Polyethylenterephthalat) bietet eine hohe Transparenz, hochwertige Optik und eine hohe Zugfestigkeit - daraus können sehr dünne und leichte Folien hergestellt werden. Für die weitere Reduzierung der Dicke und des Gewichts von Verpackungen (Downgauging) spielt BOPET daher eine wichtige Rolle. BOPET trägt durch seine Barriere-Eigenschaften zur Verlängerung der Haltbarkeit verderblicher Lebensmittel bei und wird beispielsweise für aromadichte Verpackungen verwendet. Dünne BOPET-Folien von ca. 8 bis 50 µm werden hauptsächlich für FMCG-Verpackungen (Fast-Moving Consumer Goods) eingesetzt, dickere Folien bis etwa 350 µm dagegen z.B. für Schreibwaren oder Elektronikartikel.

BOPP (biaxial orientiertes Polypropylen) wird vorwiegend für Lebensmittelverpackungen verwendet. Allerdings lassen sich BOPP-Folien nicht ohne weiteres heißsiegeln. Da das eine Hauptanforderung für Verpackungen ist, wird BOPP-Folie in der Regel mit einer Oberflächen-Beschichtung aus einem heißsiegelbaren Polymer, etwa einem coextrudierten Polypropylen-Random-Copolymer, versehen. Copolymere für Siegel-Schichten müssen hohen Glanz und Klarheit aufweisen. Beschichtung oder Coextrusion verbessert die Barriere-Eigenschaften von BOPP-Folie und verringert die Durchlässigkeit für Gase. Gewöhnliche Barriere-Polymere sind Ethylen-Vinyl-Alkohol, Polyvinyliden-Chlorid und Polyamid.

Die Studie in Kürze:
In Kapitel 1 werden für 25 Länder Europas der Verbrauch und die Produktion von Kunststofffolien (in 1.000 Tonnen) sowie der Umsatz mit Kunststofffolien (in Mrd. US-Dollar und Mrd. Euro), angegeben. Des Weiteren analysiert die Studie den Verbrauch von Kunststofffolien aufgeteilt nach den verschiedenen Kunststoff-Typen sowie innerhalb der einzelnen Anwendungsgebiete.

Kapitel 2 präsentiert detailliert die Anwendungsgebiete von Kunststofffolien: Daten zur Verbrauchsentwicklung in den Anwendungsgebieten Verpackungsfolien, Beutel & Säcke, Schrumpf- & Dehnfolien, Agrarfolien und sonstige Folien (in Tonnen).

Kapitel 3 betrachtet die Nachfrage nach Kunststofffolien aufgeteilt in die Kunststoff-Typen PE, PP, PET, PVC sowie sonstige Kunststoffe.

Kapitel 4 bietet Unternehmensprofile der bedeutendsten Produzenten von Kunststofffolien, übersichtlich gegliedert nach Kontaktdaten, Umsatz, Gewinn, Produktpalette, Produktionsstätten und Kurzprofil. Ausführliche Profile werden von 87 Herstellern geliefert, wie z.B. Amcor Ltd., Bolloré Divisions Films Plastiques, Constantia Flexibles Group GmbH, Covestro AG, DowDuPont Inc., Eastman Chemical Company, Evonik Industries AG, Exxon Mobil Chemical Company, Mitsubishi Corporation, Saudi Basic Industries Corp. (SABIC) und Toray Industries Inc..

www.ceresana.com/de/marktstudien/verpackung/kunststofffolien-europa/

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